Flashback 50 – Steely Dan – Katie Lied – März 1975

Steely Dan hatten sich von der zermürbenden Routine aus Album-Tour-Album-Tour, die die Plattenfirmen damals von ihren Künstlern verlangten, befreit und spielten nun nach ihren eigenen Regeln. Dieses Album ist keine typische Jazz-Rock-Kombination. Es ist überhaupt nicht typisch. Vielmehr geht es um progressive Songwriting-Kunst, die meiner Meinung nach in der Prog-Welt oft unterschätzt wird.

LP: THE RASCALS – PEACEFUL WORLD

Das Doppelalbum Peaceful World bietet eine wunderbare Mischung aus Soul, Jazz und Funk, die jedoch nie ein Publikum fand. Vielleicht lag es daran, dass die positiven Gefühle, die in den Texten zum Ausdruck kamen, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung leider passé waren. Das Bemerkenswerte an dieser wunderschönen Platte ist, dass sie vintage klingt, aber nicht veraltet. Dieses Album zeigt für alle Ewigkeit wie gut oder besser genial diese Gruppe zu diesem Zeitunkt war.

Flashback 50 – Gene Clark – No Other – September 1974

Mit No Other hat Clark ein einzigartig brillantes Album geschaffen, eine Platte, die um ihre eigene Seele kämpft und den Hörer über das Ergebnis entscheiden lässt. Es war jedoch auch ein Album, dem alles fehlte, was einer Single ähnelte. No Other entwickelte sich erst spät zu dem Meisterwerk, das Clark für sich erkannt hatte, und diese Songs wurden zu Recht von einer ganz neuen Generation von Fans und Interpreten gelobt.

CD: America – Harbor

Ich kann sie irgendwie nicht ganz ernst nehmen, die Americas. Diese Ausgewogenheit, dieser todsicher vorhersehbare Ablauf von langsamen und schnellen Stücken, diese leicht verdauliche Mischung von Orchester-Arrangements. Aber zum Reinschlüpfen und Wohlfühlen ist Harbor schon recht gut geeignet.

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