Flashback 50 – Bob Dylan – Blood on the Tracks – Januar 1975

Dylan ist ein großartiger Songschreiber und transportiert in seinen Lyrics alles zwischen Freud und Leid, Kriegsstiftung und Friedensbringer. Was Dylan aber fehlt, ist der letzte Schliff, die Emotion, das Sterben eines Songs, das Transportieren der innigsten Gefühle, größter Liebe, bittersten Schmerzes. Er jammert und jault angetrunken vor sich hin und irgendwann versteht jeder gefühlt, warum Sara diese Beziehung nicht aufrechterhalten konnte.

Flashback 50 – Gene Clark – No Other – September 1974

Mit No Other hat Clark ein einzigartig brillantes Album geschaffen, eine Platte, die um ihre eigene Seele kämpft und den Hörer über das Ergebnis entscheiden lässt. Es war jedoch auch ein Album, dem alles fehlte, was einer Single ähnelte. No Other entwickelte sich erst spät zu dem Meisterwerk, das Clark für sich erkannt hatte, und diese Songs wurden zu Recht von einer ganz neuen Generation von Fans und Interpreten gelobt.

Flashback 50 – UFO – Phenomenon – Mai 1974

Hocus Pocus ist ja auch ein guter Bandname, konnte sich jedoch nach der Gründung 1969 nicht lange halten. Die vierköpfige Band aus London entschied nur kurze Zeit später, sich nach einem Club zu benennen und nennt sich seitdem UFO. Man merkt, dass hier ein Gitarrist am Werk gewesen ist und sich um das Songwriting gekümmert hat.

Flashback 50 – Captain Beefheart – Unconditionally Guaranteed – April 1974

Man muss ganz klar sagen, dass Unconditionally Guaranteed gar nicht auffallen und gnadenlos untergehen würde im Output der Musikwelt 1974. Was aber besonders ist: Es ist ein Captain Beefheart Album und dafür ist es absolut außergewöhnlich. Rhythmisch, stimmig, musikalisch, gleichmäßig, all das, was man von ihm weniger kennt. Und doch driftet es nicht ab in Trivialität und birgt schöne Sequenzen und Songs, die den Hörer mitziehen.

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