Rezension: Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder


Jakob hört gerne die Geschichten seines Großvaters, bis er sie als Märchen abtut. Erst Jahre später, als der alte Mann auf mysteriöse Weise ums Leben kommt und Jake meint, ein Monster bei dem Leichnam gesehen zu haben, ändert der Junge seine Meinung. So landet er schließlich auf einer Insel, auf der Großvater Abe seine Kindheit verbracht haben soll. Dort warten nicht nur positive Überraschungen auf ihn…

Ransom Riggs hat einige Fotos auf Flohmärkten gesammelt – auch seine Freunde haben das getan, und so ist anscheinend die Geschichte um die besonderen Kinder entstanden. Ein kleiner Teil von Fotos ist abgebildet worden und untermalt die Geschichte. Der Plot ist einfach und doch spannend. Als ich das Buch zur Hand genommen habe, fragte ich mich, was wohl geschehen würde, denn es passierte nicht wirklich etwas. Die Erzählung fließt dahin, aber ihr fehlt der reißerische Höhepunkt. Dennoch kann man sie nicht aus der handlegen, möchte immer weiterlesen, versinkt in einer anderen Welt, ist selbst auf der Insel und läuft neben Jakob her.
Das Buch fesselt, auch wenn ich gar nicht greifen kann, was es genau ist, das einen nicht mehr loslässt. Vielleicht ist es die Suche nach Antworten, nach den Gründen für alles, vielleicht ist es der Schreibstil, denn das Buch liest sie flüssig.
Auf jeden Fall aber ist es eine Geschichte für alle, die gerne träumen, sich einlassen auf das scheinbar Unmögliche, für die, die noch Phantasie haben und gerne mal in einer Erzählung versinken.

Gefällt, wenn man Pans Labyrinth mochte.

Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder, PAN-Verlag (2011), 416 Seiten, 16,99 €

3 Kommentare

  1. Schade, hat mir keine Lust gemacht, es zu lesen. Ich würde schon gerne wissen, was Du gefühlt hast, worüber Du mit dem Buch träumst, worum es nun ging, auch wenn es keine große Handlung gab…

    1. Danke für die Rückmeldung. Ich möchte eigentlich nicht zu viel von dem Buch und der Handlung verraten, weil man dann die Spannung nimmt – außerdem ist das eine sehr knappe Rezension.
      Jakob trifft die Freunde seines Großvaters auf der Insel, obwohl es Jahrzehnte her ist, dass dieser dort gelebt hat. Dabei entdeckt der Enkel eine Zeitschleife und erfährt schließlich, dass nicht nur alle Kinder des Heims eine besondere Begabung haben, sondern sein Großvater ebenfalls eine hatte, von der Jakob aber nichts wusste.
      Das Buch wird gegen Ende hin noch einmal richtig spannend, da fiebert man mit und möchte wissen, wie es ausgeht und vor allem wie es weitergeht. Die Geschichte teilweise abgeschlossen, bereitet aber auch eine mögliche Fortsetzung vor, denn nun muss ja was passieren. Die Kinder verlassen den Schutz der Insel – und genau damit endet das Buch.

      Was habe ich gefühlt? Die Kälte und den Regen der Insel. 🙂
      Einige Fragen tauchten auf, die unbeantwortet bleiben – oder zumindest nicht ganz zu meiner Zufriedenheit beantwortet werden, beispielsweise die Briefkommunikation.
      Jakob, der eigentlich misstrauisch dargestellt wird, nimmt vieles zu selbstverständlich hin. Er könnte, nein, er müsste sogar mehr zweifeln, mehr hinterfragen, skeptischer sein. Das fehlt mir persönlich. Ich selbst habe, weil der Protagonist anfangs ablehnend gegenüber den Geschichten über die besonderen Kinder eingestellt ist, diese Zweifel und Skepsis gespürt, war verwundert, wollte einiges als Traum oder Wahn abtun, als nicht real. Aber Jakob nimmt es hin.

      Beantwortet das Deine Frage ein bisschen?

      1. Ja, so hilft es mir, eine Entscheidung zum Buch zu treffen. Eine reine Inhaltsbeschreibung ohne jegliche persönliche Wertung finde ich auch auf Amazon… von einer Rezension hier erwarte ich einfach ein bisschen mehr 🙂

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