CD: Iron Mask – Fifth Son of Winterdoom


im_fsow-c_1500x1500Was bereits beim ersten Song auffällt, ist die unglaubliche Macht der Gitarre, die wirklich in jedem Song ihr Solo zu haben scheint. Mit viel Fingerspitzengefühl jagt Dushan Petrossi seine Hände über die Saiten. Es klingt so, als würde alles andere in den Hintergrund treten. Im Mittelpunkt steht die Gitarre, die ausgeprägten Riffs, die in jedem Lied alles andere überdecken. Dushan Petrossi erklärt: „Wir haben uns dieses Mal einfach darauf konzentriert, sehr eingängige Songs zu schreiben.“ Nun, dieses Ziel haben Iron Mask auf jeden Fall erreicht. Es fehlen komplizierte und zu minimalistische Züge in den Songs, dafür sind die Melodien wirklich einfach und gehen sehr schnell ins Ohr. Durch das gekonnte Gitarrenspiel kann man sich sehr gut einen spielenden Petrossi vorstellen, der gedankenversunken die Saiten bearbeitet. Aber was nun etwas eintönig klingen mag, ist in Wahrheit abwechslungsreich, mal schneller, mal langsamer und sehr eingängig. Man hat Spaß an dem Album, versteht die Texte, was ja nun wirklich nicht die Regel ist, und findet in „Rock Religion“ sogar eine echt coole Hymne, die vor allem live ziemlich gut ziehen müsste. Hierzu gibt es auch das Video „God punishes, I kill“, das ebenfalls auf das Album gepackt wurde. Hier kann man die Band auch mal sehen, ihre Performance und Art, sich auf der Bühne zu präsentieren. Wer Iron Mask live bisher nicht kannte, sollte sich die nächste Gelegenheit nicht entgehen lassen. Mark Boals hat eine recht ruhige Stimme, die gut zu den Songs passt und sich perfekt in die instrumentale Darbietung der Gruppe eingliedert. Er kann gut die weichen, langsamen, romantischen Parts singen und auch mal eine Ballade ins Mikro schmachten. Gleichermaßen bekommt er aber ausdrucksstarke Parts hin, die wirklich kraftvoll aus den Boxen kommen. „Father Farewell“ ist jedoch eine tragische Ballade, die man dem Sänger sofort abkauft, so authentisch bringt er sie rüber. Etwas krass erscheint dann allerdings der Cut zum schnellen und kräftigen „Eagle of Fire“. Kurzzeitig fühlt man sich eher in spanische Gefilde entführt, wenn man „Reconquistia 1492“ hört. Um was es geht, dürfte bereits bei Titel und Jahreszahl klar sein. Jedoch wird auch dieser Song noch schneller und geht dann wieder richtig in die Power-Metal-Schiene über. Sehr gelungen ist das epische „The Picture of Dorian Grey“, eine Hommage an Oscar Wilde, dessen Roman hier nacherzählt wird.
Das Album ist klasse und schließt an alte Erfolge an. Für Freunde von guten Riffs und dominanter Gitarre ein absolutes Muss – für alle anderen eine Hörprobe wert. Auch das Cover verdient einen zweiten Blick, und man kann viel drauf entdecken, was sich in den Songs widerspiegelt.
Anspieltipp: The Picture of Dorian Grey
5/5

Iron Mask – Fifth Son of Winterdoom
AFM Records
19,98 €
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Tracklist
01. Back into Mystery
02. Like a Lion in a Cage
03. Only one Commandment
04. Seven Samurai
05. Fifth Son of Winterdoom
06. Angel Eyes, Demon Soul
07. Rock Religion
08. Father Farewell
09. Eagle of Fire
10. Reconquista 1492
11. Run to me 12. The Picture of Dorian Grey
Bonus Videoclip “God punishes, I kill”

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