Flashback 50 – Steely Dan – Katie Lied – März 1975

Steely Dan hatten sich von der zermürbenden Routine aus Album-Tour-Album-Tour, die die Plattenfirmen damals von ihren Künstlern verlangten, befreit und spielten nun nach ihren eigenen Regeln. Dieses Album ist keine typische Jazz-Rock-Kombination. Es ist überhaupt nicht typisch. Vielmehr geht es um progressive Songwriting-Kunst, die meiner Meinung nach in der Prog-Welt oft unterschätzt wird.

Flashback 50 – AC/DC – High Voltage (AUS) – Februar 1975

High Voltage ist ein Männeralbum – Ehrliche handgemachte Musik die nach Schweiss, Erde, Diesel und Rock’n’Roll dünstet. Hier gibts keine Umschweife, kein hin und her geschlängel. Hier wird mit einfachsten Mitteln erbarmungslos nach vorn getrieben. High Voltage ist mehr als ein Achtungserfolg. Dieses Debutalbum ebnete dem australischen Fünfer seinen Weg an die Weltspitze des Hardrock.

Flashback 50 – Bob Dylan – Blood on the Tracks – Januar 1975

Dylan ist ein großartiger Songschreiber und transportiert in seinen Lyrics alles zwischen Freud und Leid, Kriegsstiftung und Friedensbringer. Was Dylan aber fehlt, ist der letzte Schliff, die Emotion, das Sterben eines Songs, das Transportieren der innigsten Gefühle, größter Liebe, bittersten Schmerzes. Er jammert und jault angetrunken vor sich hin und irgendwann versteht jeder gefühlt, warum Sara diese Beziehung nicht aufrechterhalten konnte.

Flashback 50 – The Rolling Stones – It’s only rock and roll – Oktober 1974

Trotz der Drogenprobleme der Bandmitglieder und Produzenten, ständigen Razzien, gerne bei Keith, und dem weiterhin anhaltenden Steuerexil merkt man wenn man sich das Album anhört, wenig davon. Trotz Turbulenzen sollte es für Platz 1 in den USA und Platz 2 in der Heimat reichen und ein gelungenes Werk werden, das heute noch viele Liebhaber hat. Gerade seine Vielseitigkeit macht die Scheibe interessant und frisch.

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