Bandvorstellung: Sündenrausch


Deutschrock ist zu einem geflügelten Wort geworden, bei dem es nur ein bisschen Gesang und Gitarrengeschrammel braucht. In einer Zeit, in der man alles immer weiter unterkategorisieren muss, wird man mit einem solchen Überbegriff niemandem mehr gerecht – oder aber man pfeift auf diese Kategorien und beginnt endlich wieder von Musik zu sprechen.

Die Hamburger Newcomer SÜNDENRAUSCH bezeichnen ihre Musik als Rock. Sie haben eine Powerfrau am Mikro, die richtig gut klingt, leidet, rockt und wirklich viel aus sich rausholen kann. Kira reiht sich damit in die Liste deutscher Bands und Sängerinnen ein, die Publikum anziehen und ganz natürlich wirken: Auch LUXUSLÄRM, SILBERMOND, JULI und wie sie alle heißen, haben eine Frau ans Mikro gestellt und sind damit recht gut gefahren.
Kira steht aber nicht alleine auf der Bühne – oder im Studio. An der Gitarre brilliert Michael, der mit dem Takt mitgeht. Auch Bassist Henning gibt eine gute Figur ab und weiß, wie er sein Instrument richtig bedienen muss. Alex steht am Keyboard, lässt gerne die Finger über die Tasten tanzen und hat seine ganz eigene Performance, die doch einen Blick wert ist. An den Drums sitzt eine Frau, Miriam, die sehr zart wirkt, aber richtig Power in den Armen hat und Rhythmus im Blut.
Die Musiker haben keine schlechten Lebensläufe vorzuweisen, neben den soliden Ausbildungen sind jahrelange Erfahrungen mit den Instrumenten oder im Chor nachzulesen, auch Banderfahrung bringen Michael und Alex mit. Die persönlichen Einflüsse reichen von EISBRECHER und PINK FLOYD bis hin zu ZAPPA und WIRTZ. Eine bunte Mischung, die auch ein bisschen dem Werdegang des ein oder anderen Mitglieds geschuldet ist.
SÜNDENRAUSCH ist jung. Sie haben sich im November 2011 gegründet. Für die Profi-Musiker war es aber kein Problem, in dieser kurzen Zeit schon ordentlich was auf die Beine zu stellen. Das Songwriting klappt sehr gut, die Fünf harmonieren miteinander und arbeiten sehr gut zusammen. So konnte auch schon die erste EP veröffentlicht werden. Mit acht Tracks belegt Sündenrausch das Potential der Band und zeigt, dass sie von Zart bis Hart einiges auf dem Kasten haben. Da gibt es das rockige „Wölfe der Stadt“ zu dem es auch ein Musikvideo gibt, das laszive „Beiß mich“, das ein schönes Solo präsentiert. „Stärker“ ist kraftvoll und auf Zuspruch bedacht, der Song hat was Befreiendes, das sehr ansprechend ist. Aber auch Balladen hat das Quintett in seinem Repertoire – und Kira kriegt auch hier die Kurve und kann den Hörer fesseln.
SÜNDENRAUSCH sind prädestiniert dafür, die neuen Sterne am Deutschrock-Himmel zu werden. Sie haben Power, sehen gut aus, präsentieren sich gut und wirken trotz allem ganz natürlich und wie die Mädels und Jungs von Nebenan. Behaltet sie im Auge, da wird noch einiges auf uns zukommen!

Die EP Sündenrausch ist derzeit etwas schwierig zu bekommen. Einzig einen Hinweis auf die Bestellmöglichkeit via eMail habe ich gefunden, sonstige einschlägige Händler erzielen keine Treffer.
Für 8 Euro + Porto bekommt man die Scheibe unter order (at) suendenrausch.de

Infos über die Band  und Konzerte bekommt ihr auf der Bandpage oder auf Facebook.

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