Anne Clark – Ampere München – 05.11.2014


Die englische Grand Dame des New Wave hat sich wieder einmal aufgemacht, das Münchner Publikum zu beglücken und so haben sich am Mittwoch, den 5. November 2014 ca. 400 Leute im Ampere Club eingefunden.

Los ging es mit einem eigenwilligen Duo namens ANNAGRAMM, einem deutschen Elektro-Pop Act. AN - 20141105_203419Zwei Akteure, Chriss an den Drums und Samples, und Anna am Mikrofon boten eine Art Performance der … na ja … etwas besonderen Art. Anna, im hautengen schwarzen Anzug, der mit einem weißen aufgerüschten Tütü garniert war, und Chriss, in kurzer Hose und Nadelstreifenweste, sorgten schon optisch für einiges Stirnrunzeln bei den anwesenden Leuten. Musikalisch war es eigentlich nicht besser. Etwas stupide Drumsamples aus dem Sequenzer und behäbiges Livegetrommel brachten nicht so wirklich Stimmung ins Ampere. Die deutschen Texte, die die rumzappelnde Anna dazu vortrug in Verbindung mit den tanzähnlichen Bewegungen hat man auch schon des Öfteren auf deutschen Bühnen gesehen und gehört. Muss man eigentlich auch gar nicht mehr … zumindest nicht in dieser Konstellation unter diesem Namen. Neue deutsche Mädchen-Angst bezeichnete ein anwesender Gast den Stil mit einem Grinsen im Gesicht Höfliches Klatschen gegen Ende der Performance begleitete die „Band“ (?) von der Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause kam sie dann. Zuhause zwischen New Wave und Post-Punk, von kleiner Statur, aber mit sehr großer Wirkung. AC - 20141105_212854ANNE CLARK brachte einige sehr gute Musiker mit auf die Bühne, allesamt unaufgeregt, aber musikalisch sehr präsent, die bestens zum typisch monotonen Sprechgesang ihrer Chefin passten. Sicherlich haben so einige die Anne Clark das erste Mal sehen, Probleme mit der eigenwilligen Art des Monotonen. Ihre Fans aber, und da gibt es weltweit sehr viele, lieben sie gerade deswegen. An den Keyboards hat sich Anne eine wahre Krautrocklegende mitgebracht: Steve Schroyder, der Anfang der Siebziger schon die Tasten bei den zeitlosen Werken der Berliner Elektroniklegende Tangerine Dream drückte. Zusammen mit dem Pianisten Murat Parlak, Drummer Tobias Haas, Jeff Aug an der Gitarre und dem Cellisten Jann Michael Engel anstelle eines Bassisten sorgten die sehr guten Musiker für die exzellente musikalische Untermalung der Frau Clark.
Akustisch bestens ausgesteuert brachten die Musiker das anwesende Publikum schnell auf Touren und nach knapp eineinhalb Stunden beendeten ihre zwei wohl größten Hits „A Sleeper in Metropolis“ und „Our Darkness“ einen wunderbaren Abend in einem ausverkauften Ampere.

4/5 (den Abzug gab es wegen der Vorgruppe)

Homepage: http://www.anneclarkofficial.com/index.html
Setlist:

01 – Oxford Suite
02 – Seize the vivid Sky
03 – Alarm Call
04 – Heaven
05 – Leaving
06 – Killing Time
07 – Elegy for a lost Summer
08 – Shell Song
09 – Off Grid
10 – When you think your Time …
11 – The haunted Road
12 – No Coward Soul
13 – Adje Jano
14 – Echoes remains forever
15 – The hardest Heart
16 – Whisper of Shells
17 – As soon as I get home
18 – Abuse
19 – Boy Racing
20 – The Panther
21 – A Sleeper in Metropolis
22 – Our Darkness

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