Film: Dredd


USA in der Zukunft. Der Großteil des Planeten ist unbewohnbar geworden, die Menschen leben zusammengepfercht in riesigen, in die Höhe gebauten Städten, den sogenannten „Megacities“.
Es herrschen Überbevölkerung, Armut und dementsprechend auch Drogen und Verbrechen.
Eine Polizei gibt es nicht mehr, der einzige Weg, hier noch Ordnung zu schaffen, sind die sogenannten Judges, welche Polizei, Richter und Henker in einer Person darstellen.
Kein Wunder also, dass deren Einsätze meist mit der Todesstrafe enden und auch Unbeteiligte oder sich Ergebende diese oft nicht überleben.
Der erfahrene Judge Dredd kriegt eine Anwärterin an seine Seite gestellt, welche eigentlich die Prüfungen zum Judge nicht bestanden hat,
aber über telepathische Fähigkeiten verfügt, und daher eine letzte Chance bekommt, sich zu bewähren.
Schon der erste Einsatz wegen einem Dreifachmord führt die beiden in einen riesigen Hochhaus-Komplex namens Peach Trees, in dem die Drogenbaronin Ma-Ma herrscht.
Diese lässt beim Eintreffen der beiden Judges das Hochhaus von einem Hacker durch Stahltüren vor allen Eingängen und Fenstern komplett abriegeln, so dass keiner mehr hinein oder heraus kann. Ma-Ma hetzt nun nicht nur ihre eigenen Leute auf die Judges, sondern fordert auch alle Bewohner und Besucher des Gebäudes auf, Jagd auf die Judges zu machen…

Im Vergleich zur doch sehr bemüht, und teils sogar albern wirkenden Version des Stoffes mit Sylvester Stallone, hat sich hier einiges getan.
Bedingungslose Härte wie in der Comicvorlage, ohne jeglichen Blick auf eine Jugendfreigabe, tun dem Film gut.
Der Gewaltgrad mag durchaus auch einige abschrecken, und mancher wird sich fragen, ob die eine oder andere Gewaltspitze sein musste, aber es ist nun mal die Verfilmung eines gewalttätigen Comics.
Eine tiefgreifende Handlung darf man hier natürlich nicht erwarten und auch die Schauwerte halten sich in Grenzen, da der Großteil des Films innerhalb eines riesigen Gebäudekomplexes spielt.
Karl Urban gibt den Dredd, nimmt aber seinen Helm nie ab, hätte also auch fast jeder andere drunterstecken können.
Lena Headey führt die Gegenseite an und überzeugt dabei ebenso, wie auch der Rest der ansonsten eher unbekannten Darsteller.
Immerhin hat man es hier geschafft, den Film relativ bunt und gleichzeitig düster zu gestalten, und wird somit auch der Comic-Vorlage gerecht.
Der einzige Punkt, der mich persönlich genervt hat, ist mal wieder der nervigen 3D-Technik zu verdanken.
Die vielen Szenen in Zeitlupe mögen „mal“ ganz nett sein und vielleicht sogar in 3D ganz gut wirken, aber irgendwann ist es dann doch einfach nur noch nervig.
Herausragend dagegen ist der Score … sehr treibend und immer passend eingesetzt.

8/10

Dredd
Regie: Pete Travis
USA, 2012
Darsteller: Karl Urban, Lena Heady, Olivia Thirlby
FSK: ab 18
Spielzeit: 95 Minuten
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