Buch: Fanny König – Himmel, Herrgott, Hirschgeweih


Hauptbrandmeister Wimmer wird tot im Wald aufgefunden – aufgespießt von einem Hirschgeweih. Die Bewohner der kleinen Gemeinde Eichenberg fallen beinahe vom Glauben ab: ein Mörder in den eigenen Reihen? Das kann nicht sein! Dumm nur, dass die sturen Dörfler den ermittelnden Polizisten aus dem fernen München nicht leiden können. Der sieht nur einen Weg, den Fall zu lösen: Er braucht göttliche Unterstützung – und zwar in Form vom beliebten Dorfpfarrer Leopold Meininger und seiner Köchin Maria. Denn die kennen ihre Schäfchen schließlich am besten. Auch die schwarzen … (Quelle: Penguin/Amazon)

Es kommt sehr selten vor, dass ich eine Rezension schreibe, noch bevor ich das Buch zu Ende gelesen habe. In diesem Fall kann ich das getrost machen. Der Erstling von Fanny König spielt in Niederbayern, genauer gesagt im fiktiven Örtchen Eichenberg. Dort ist die Welt anscheinend noch in Ordnung … wenn da nicht dieser ärgerliche Todesfall wäre. In Eichenberg gibt’s alles, was es im idyllischen Bayern auf dem Dorf so gibt. Eine ortsansässige Metzgerei, in der die neusten Gerüchte ausgetauscht werden, die örtliche Feuerwehr, diverse Quadratsratschn, einen Ortspolizisten … und eben unseren Dorfpfarrer Meininger, samt Pfarrersköchin Maria. Genügend Protagonisten für Fanny Königs ersten Fall, in dem Pfarrer Meininger dem Polizeiobermeister Simeon Hirsch tatkräftig unter die Arme greifen muss, um den Fall aufzuklären.

Schon nach den ersten Seiten bereitete mir der sehr schön zu lesende, heimelige Schreibstil der Fanny König viel Spaß. König, in Niederbayern geboren, weiß, wie die Leute dort reden, wie sie ticken, und genau das beschreibt sie auch auf eine nette Weise. Man ist beim Lesen sofort mitten drin in Eichenberg. Schon nach einigen Seiten meint man, die Personen zu kennen. Man befindet sich während des Lesens gedanklich auf Urlaub im schönen Eichenberg und ermittelt fleißig mit. Zu real erscheinen einem die beteiligten Personen aus diesem kurzweiligen Roman. Manchmal meint man, dass manche Passagen etwas zu klischeehaft geschrieben sind, aber genau das macht den netten Schreibstil von Fanny König aus. Dieses Örtchen kann man überall in Bayern finden, genauso wie es im Roman beschrieben ist. Die Geschichte macht während des Lesens sofort Lust auf einige Fortsetzungen aus dem Hause König.

Wenn Sie jetzt auch noch wissen wollen, warum eine in Goldfolie eingewickelte Sau zwischen Leopold Meininger und Polizeiobermeister Hirsch auf der Eckbank sitzt … tja, dann sollten sie schleunigst dieses Buch lesen. Sie werden es in keinster Weise bereuen.
Ein voller Erfolg, der zurecht die volle Punktzahl erhält.

5 / 5

Fanny König – Himmel, Herrgott, Hirschgeweih
Penguin Verlag, 2020
304 Seiten
Taschenbuch broschiert: 13,00 €

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