Andreas Adlon – Tod im Netz


MrJudge kann tödlich sein

adlonDie Leiche einer jungen Frau wird im Stadtpark abgelegt. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn es fehlt jede Spur. Als kurz darauf eine zweite Frau verschwindet, verdichten sich langsam die Hinweise, und plötzlich stehen ein erfolgreicher Staatswalt und sein Eliteclub im Visier der Fahnder …

Andreas Adlon ist für eines bekannt: Spannung und überraschende Wendungen. Das hat er bereits in seinem Debüt Ausgehandelt bewiesen. Sein dritter Krimi Tod im Netz befasst sich mit Facebook und Chats, mit den Informationen, die man bewusst und unbewusst über sich preisgibt und den Gefahren, denen man sich dadurch aussetzt. Das Buch ist eine Warnung, doch etwas vorsichtiger zu sein, erhebt gleichzeitig aber nicht den drohenden Zeigefinger, sondern lässt den Leser selbst darauf kommen, dass er doch umsichtiger sein sollte.

Die Geschichte liest sich gut und immer dann, wenn man meint, man wisse nun ganz genau, wer die jungen Frauen getötet hat, gibt eine Wendung, mit der man nicht gerechnet hat, und man fragt sich wieder, wer denn nun eigentlich der Mörder ist. Adlon schafft es, die Polizeiarbeit zwar zu beleuchten, dabei aber nicht wie CSI oder andere Serien eine genaue Abhandlung der Ermittlungen zu schreiben. Das macht es spannender, kennt man doch mittlerweile die entsprechenden Fernsehserien. Sehr gut gefällt mir auch, wie Adlon auf das Leben seiner beiden Ermittler eingeht, die nicht nur grau und seelenlos dastehen. Da könnte man sogar eine Reihe daraus machen, um die Entwicklung der beiden darzustellen. Wer weiß, was noch kommt.

Andreas Adlon, Jahrgang 1971, hat als Aktienhändler und Produktmanager gearbeitet. Bisher erschienen sind Ausgehandelt und Ausradiert – Nicht ohne meine Tochter.


Andreas Adlon – Tod im Netz
Kindle eBook
ca. 212 Seiten
2,99 €
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