CD: Eden’s Curse – Symphony of Sin


 

Eden’s Curse hat in den vergangenen sieben Jahren hart gearbeitet und drei Alben veröffentlicht, bei denen man genau hört, welche Entwicklung das Quintett durchgemacht hat, wo anfängliche Schwächen bearbeitet wurden und wie sie ihren eigenen Weg gefunden haben. Mit dem brandneuen Album Symphony of Sin will die Band nun an alte Erfolge anknüpfen und noch mehr Fans für sich gewinnen.

Letzteres dürfte nicht schwerfallen. Das Album beginnt mit einer sehr schönen klassischen Sequenz, die einen direkt in ein Opernhaus entführt. Wer nicht ganz so auf Streicher steht, sollte sich einfach etwas gedulden, der erste Song – Titelhit „Symphony of Sin“ – ist knapp acht Minuten lang und zeigt hier schon, dass man sich nicht vergriffen hat. Im weiteren Verlauf zeigen Eden’s Curse dann aber wirklich die volle Hard-Rock-Breite. Es geht um quietschende Gitarren, schnelle Sequenzen und gute Riffs, die verdammt schnell ins Ohr gehen. Ein bisschen wird man an ältere Hard Rocker erinnert, die ihren Kultstatus bereits erreicht haben. Wenn man genau hinhört, entdeckt man hin und wieder bei Sänger Nikola Mijic eine gewisse Ähnlichkeit mit Axl Rose. Dann hat auch er diesen hohen, fast kreischenden Gesang. Ansonsten ist es aber eine ruhige Stimme, die eben mal in höhere und tiefere Tonlagen abdriftet, ansonsten aber keine Überraschungen bietet, sondern gleichbleibend die Texte wiedergibt. Für manche mag sich das langweilig anhören, doch Nikola Mijic macht das echt gut und kann mit seinem Gesang mitreißen. Viele werden sich in die 1980er Jahre zurückversetzt fühlen, wenn sie den Sound hören. Bestes Beispiel ist unter anderem „Fallen from Grace“. So hart es stellenweise auch zugeht, genauso sanft und ruhig sind andere Songs. Zwar gibt es immer wieder gute Mid-Tempo-Passagen, aber oftmals ist es eben eher ruhiger. „Losing my Faith“ ist so ein Fall, auch das folgende „Rock Bottom“. Erfreulich ist vor allem aber auch die Länge der Stücke, keines unter vier Minuten, also hat man lange genug Zeit, sich auf einen Song richtig einzulassen. Was mir hin und wieder fehlt, ist der Metal-Anteil und das wirklich Harte, das einen mal den Schädel wegpustet. Sicherlich bedienen Eden’s Curse nicht die ganz harten Genres, aber hier und da sind sie mir dann doch zu soft.
Dennoch ist es eine gute Mischung aus Rock, Balladen und eben auch ein bisschen Melodic Metal. So wird man sich als eingefleischter Fan der Gruppe doch ein bisschen wundern und neu einhören müssen, ob einem die Richtung auch gefällt, die Eden’s Curse nun eingeschlagen haben.

Alles in allem ein ganz passables Album, das vielleicht nicht mehr jeden Fan anspricht, aber die Freunde der 1980er Jahre.

Anspieltipp: Symphony of Sin

4/5


Eden’s Curse – Symphony of Sin
AFM Records
19,98 €
Amazon

Tracklist:
1. Symphony of Sin
2. Break the Silence
3. Evil & Divine
4. Unbreakable
5. Fallen from Grace
6. Losing my Faith
7. Rock Bottom
8. Great unknown
9. Turn the Page
10. Sign of the Cross
11. Wings to fly
12. Devil in Disguise
13. Where is the Love?

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