Rezension: Fred Ink – Fünf Tode


Tim Reiter hat Angst vor seltsamen Rauchwesen, die aber nur er sehen kann. Zumindest tun die Eltern des Jungen seine Erzählungen über die Zarge als pure Fantasie ab. Als Tim das erste Mal stirbt, sieht er einen seltsamen Gang, Zarge und weiß, dass da noch viel mehr dahintersteckt. Er wird zurückgeholt ins Leben und weiß, dass eine Aufgabe auf ihn wartet. Er muss die Zarge bekämpfen, bevor sie alles vernichten…

Fred Ink liebt fantastische Literatur, schreibt sich gerne und macht das auch recht gut. Sein neuer Protagonist Tim Reiter ist etwas gehandicapt durch verschiedene Unfälle und mehrfachen Tod – nur dass er eben immer wieder zurückgeholt wurde. Er sieht Rauchwesen und lässt sich schließlich selbst in eine Klinik einweisen, weil er weder die Wesen noch länger sehen möchte, noch die seltsamen Träume ertragen kann, die eigentlich gar keine sind. Grausame Szenen von bestialischen Morden sieht er dann, erlebt sie mit, fühlt und denkt wie der Mörder, der besessen ist und sich bald schon an nichts mehr erinnern können wird.

Es ist schon seltsam, dass man seine Hauptfigur mehrfach sterben lässt, so scheint es zumindest, vielleicht muss man sich auch hin und wieder fragen, wie realistisch es ist, immer und immer wieder ins Leben zurück geholt zu werden. Doch das soll den Leser einen Augenblick lang nicht interessieren, es geht schließlich um die Rauchwesen, die etwas im Schilde führen. Tim ist jedoch nicht der einzige Mensch, der sie sehen kann, das soll er jedoch erst einige Jahre später erfahren, als er sich mitten im Kampf gegen die Zarge befindet und gar nicht mehr so sicher sein kann, dass er und seine neuen Weggefährten das Richtige tun. Zugegeben, manches erscheint dann doch etwas zu seltsam und zu weit hergeholt, manchmal fragt man nach der in sich stimmigen Logik, aber darüber muss man wohl hinwegsehen. Beispielsweise wird leider nie geklärt, warum der kleine Junge Tim bereits die Zarge wahrnehmen kann, während andere dafür erst sterben müssen. Gab es Probleme bei der Geburt? Man weiß es nicht, kommt der möglichen Lösung vielleicht aber mit den letzten Zeilen der Geschichte auf die Spur, denn Tim hat eine ganz besondere Mission, wie es scheint.

Die Geschichte reißt mit und zieht einen schnell in ihren Bann, man möchte mehr erfahren über Tim, die Rauchwesen, was sie vorhaben und wer sie sind. Ohne zu viel zu verraten, möchte ich doch anmerken, dass gegen Ende hin eine gewisse apokalyptische Theorie noch ein bisschen weiter ausgebaut hätte werden können. Aber sonst? Sonst hat man hier einen weiteren spannenden Roman mit allem, was man braucht: Thrill, Crime, ein bisschen Sex und viel Spannung!

Fred Ink wurde 1980 in Tübingen geboren und schreibt vor allem Bücher des fantastischen Genres.

5/5

Fred Ink – Fünf Tode
Self published, 2014
2,99€ als eBook
8,40 € als Taschenbuch
Amazon

 

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