Buch: Nikolas Preil – Bierbrut


Als Bernd einen Job angeboten bekommt, ist er zufrieden. Er muss nur als Vertreter Kneipen aufsuchen und Hanseaten-Bräu, ein neues Bier verkaufen. Die Bezahlung ist gut und das Bier schmeckt super. Doch dann werden seine Kunden aggressiv, als er sich verspätet. Und er selbst verändert sich auch, mental und körperlich…

Zu Beginn scheint es eine angenehme, leichte Geschichte zu werden. Bernd ist arbeitslos, geschieden, sieht seine Kinder am Wochenende und braucht eben einen Job, weil er seine Miete nicht mehr bezahlen kann. Als er dann Guido kennenlernt und Vertreter für das neue Hanseaten-Bräu werden soll, stimmt er bereitwillig ein und verzeichnet schnell erste Erfolge. Das Bier schmeckt gut, die Kunden sind zufrieden und er selbst stellt fest, dass er freier, mutiger und auch aggressiver wird. Der Leser bemerkt die schleichende Veränderung zuerst nicht und kann sich auch kaum vorstellen, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Überhaupt wird erst das letzte Viertel des Buches so richtig spannend. Da passiert dann endlich etwas mehr und die Story beginnt – oder eben auch nicht.

Der Stil ist flüssig und man hat das kleine Büchlein schnell durchgelesen. Allerdings endet Band 1 so abrupt, das man mit einem sehr unbefriedigenden Gefühl zurückgelassen wird. Die Idee an sich ist nicht neu und lässt sich zigfach im Horrorgenre wiederfinden. Experimente, die ohne das Wissen der Probanden durchgeführt werden und irgendwann außer Kontrolle geraten. Ob man sich dafür begeistern kann, muss jeder für sich entscheiden. Die Story macht in Band 1 schon einen lesenswerten Eindruck, allerdings gibt der Autor an, dass die einzelnen der insgesamt fünf Bände inhaltlich abgeschlossen und trotzdem miteinander verbunden sein. Da ich aber wenn gerne die angefangene Bernd-Erzählung weitergeführt haben möchte, sehe ich keinen Kaufgrund für die Nachfolger.

Das Buch an sich ist ein netter Zeitvertreib, mehr aber auch nicht. Irgendwo kann man Anlehnungen an Bentley Little oder auch Edward Lee erkennen, erscheint eine Szene als übertriebenes Pflichtgefühl des Autors, etwas Ekliges reinklatschen zu müssen. Ob die Nachfolgebände spannender sind oder Licht ins Dunkel bringen, bleibt leider offen, der Autor macht auf Amazon wenig Hoffnung darauf.

2/5

Nikolas Preil – Bierbrut
Amazon Kindle, 2014
186 Seiten
eBook: 2,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
Amazon

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