CD: Piledriver – Brothers in Boogie


piledriverPiledriver – Gegründet wurde die Band 1995 als eine StatusQuo-Tribute-Band, die sich in der Tradition des „Frantic-Four“ Line-Ups von Status Quo sieht … der Besetzung also, die die genialen Hits der 1970er Jahre herausbrachte. Nach mittlerweile drei Veröffentlichungen zwischen 1997 und 2004, die allesamt eine Mischung aus Quo-Titeln und eigenem Material boten, hat die Band jetzt ihren vierten Silberling auf den Markt geschmissen. Brothers in Boogie ist der betitelt und läuft seit ein paar Tagen in Rotation in meinem Auto. Mir war die Band vorher absolut kein Begriff. Umso gespannter war ich auf die Scheibe – bin ich doch ein Liebhaber der ganz alten Status Quo.

Ehrlich gesagt ist von dem ganzen SQ-Brimborium auf der neuen Scheibe so gut wie nichts übrig geblieben. Gott sei Dank! Von Anfang an drücken Piledriver mächtig auf die Tube und drücken dem Sound ihren eigenen Stempel auf. Es stampft, es röhrt und es donnert nur so aus den Speakern. Produziert wurde das Ganze von niemand Geringerem als Stefan Kaufmann, seines Zeichens ehemaliger Accept-Drummer und Gitarrist von U.D.O. Kaufmanns Routine und musikalische 80er Jahre Vergangenheit hört man den Tracks auch teilweise an. Insbesondere bei einem meiner persönlichen Favoriten – „Mountain“. Man nehme Molly Hatchet, streicht den Südstaatentouch rigoros heraus und schmeißt eine Portion Mötley Crüe samt Accept-Gitarren hinein und fertig ist die perfekte Mischung. Da geht der Punk ab und bringt sogar die müdesten Beine gehörig in Schwung und auf die Tanzfläche. Ausgestattet ist der Silberling mit einem schönen Digipack samt dicken Booklet. Das Covermotiv spricht Bände, was als Inhalt zu erwarten ist. Zwölf Tracks erwarten den geneigten Hörer, plus zwei zusätzliche Bonustracks. „Rock in a Crossfire Hurricane“ und „Last Words“ als Single Versionen, was auch Sinn macht. Gerade die beiden Tracks gehören zu meinen favorisierten Anspieltipps. Beide sind absolut radiotauglich, aber gerade die Originalversion von „Last Words“ ist mit fast achteinhalb Minuten Länge alles andere als Airplay-prädestiniert. Das Ganze ist also sehr stimmig aufgemacht und steht schon deutlich über dem Durchschnitt der Masse.

Piledriver sind alles andere als ein Abklatsch einer großen Band – mitnichten. Sie stehen für einen eigenständigen soliden Dampfhammersound, der den Vergleich mit den großen Vorbildern keineswegs zu scheuen braucht. Klasse! … aber bitte laut anhören!

Satte 4,5 von 5 Punkten.

Piledriver – Brothers in Boogie
Label: Rockwall Records
VÖ: 14.10.2016
16,99 €

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Homepage:

Tracklisting:
01 – One Way to rock
02 – Together
03 – Rock in a Crossfire-Hurricane
04 – Good Times
05 – Natural Born Rockers
06 – Fat Rat Boogie
07 – Mountain
08 – Frantic Groove
09 – Don’t think it matters
10 – Drifting away
11 – Lollipop Lolita
12 – Last Words
Bonustracks:
13 – Rock in a Crossfire-Hurricane  (Single Version)
14 – Last Words  (Single Version)

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