CD: Sweeping Death – Astoria


Ein Quintett aus Wildsteig im schönen Bayern macht sich im Progressive Thrash Metal Genre breit. Sweeping Death gibt es seit Dezember 2013 und Anfang 2017 haben sie eine EP auf den Markt geschmissen, die zeigen soll, was die Jungs auf dem Kasten haben.

Wir werden von schönem Gitarrengeschrabbel begrüßt und je mehr man hinhört, umso deutlicher kann man Feinheiten erkennen. Es gibt zwei Gitarristen, Simon Bertl, der gleichzeitig auch die Backvocals übernimmt, und Markus Heilmeier, der sich nur der Gitarre verschrieben hat. Man kann vielfach sehr schön beide Gitarren aus den Songs heraushören, was bei vielen Bands mit dieser Aufstellung nicht gerade die Regel ist. Auch Bassist Andreas Bertl hat seinen Auftritt und legt ordentlich Wums hin. Bereits beim ersten Song der EP Astoria, „My Insanity“, kann man herrliche Gitarrensoli hören, die richtig Spaß machen. Da lässt einer die Finger so richtig tanzen. Zwischendurch gibt es auch richtig fette Drums. Die sind sonst eher normal und fast verhalten – zumindest für Thrash Metal. Auf der EP befinden sich sechs Songs, die Hälfte davon über sechs Minuten lang. Da kann man viel einbringen, textlich wie vor allem auch musikalisch. Mir gefallen die Gitarrenelemente sehr gut, die immer wieder auftretenden Parts, in denen die Sechssaiter alleine sprechen oder ganz klar herausstechen. Noch einmal kurz zurück zum ersten Song, da gibt es einen kurzen Shoutingpart, der mich ein bisschen an Guns’n’Roses erinnert.

Titeltrack „Astoria“ beginnt mit Piano. Etwas, das man so gar nicht erwartet, das aber passt und langsam angefüllt mit Gitarrenklängen zu einem echt starken Song wird. Allgemein haben Sweeping Death einige Querverbindungen zu Hammerfall, das Tragende, Hymnische erinnert mich stark an das Legacy of Kings Album.

Der Gesang ist meist klar, wenig Shouting, was die EP auch für Nicht-Thrasher hörbar macht. In Anlehnung an wirklich guten, gitarrenlastigen Metal, haben Sweeping Death einen guten Stil und mitreißenden Sound. Nichts für die Wall of Death-Lover und Hardcoreheadbanger, aber für alle, die auf handfesten Hardrock stehen, die die Klassiker mögen – spätere Metallica-Scheiben zum Beispiel -, ist Sweeping Death eine klare Empfehlung.

5/5

Sweeping Death – Astoria
Independent, 2017
MP3: 5,99 €

Tracklisting:
My Insanity
Pioneer of Time
Astoria
Devil’s Dance
Death & Legacy
Till Death do us part

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s