CD: Kaledon – Carnagus: Emperor of the Darkness


Kaledon sind alte Hasen, schließlich haben sie sich 1998 formiert und seitdem zehn Alben auf den Markt gebracht. Die italienische Formation begeistert mit Power Metal und kriegerisch-ritterlicher Thematik. Ihre Alben waren bisher ein Fantasyspektakel für die Ohren und mit Legend of the Forgotten Reign I bis VI haben sie sich eine Fangemeinde erspielen können. Nachdem dieses Kapitel aber 2010 abgeschlossen wurde, widmen sich Kaledon zwar immer noch ihren Heldensagen, jedoch in eher voneinander unabhängigen Alben.

Mit Carnagus: Emperor of the Darkness kommt das zehnte Studioalbum in die Läden, das an die alten Scheiben anknüpfen kann. Mit „Tenebrae Venture Sunt“ gibt es einen würdevollen Auftakt, der ein bisschen an Harry Potter erinnert, oder eben genau an diese schönen alten Fantasy-Filme, wenn man weiß: Gleich geht es mal so richtig ab! Genau das passiert auch. „The Beginning of the Night“ powert dann rein, bringt ein solides Tempo, das sich durch alle Songs durchzieht. „Eyes without Life“ hat einen schönen instrumentellen Part, der erst getragen ist und dann durch kleine Feinheiten nicht nur schneller, sondern auch geradezu spannend wird. „The Evil Witch“ hat wieder diese choralen Segmente in sich. Man wird erinnert an Manowar, Hammerfall und Konsorten. Kaledon knüpfen gekonnt an diese großen Namen an und führen ihren eigenen Stil weiter. „The Two Bailouts“ hat ein dunkles Thema, das diesen Song für mich fast zum besten der Platte macht, wobei das „Take me away“ an Powerwolf erinnert, gekonnt eingebaut und schön abrundend. „Trapped on the Throne“ ist etwas schneller und spielt wieder mit den Möglichkeiten der Saiten. „Telepathic Messages“ beginnt mit Gelächter wie in einem düsteren Alptraum. Wenn man die Augen schließt und sich ganz auf die Musik und die Texte konzentriert, läuft ein genialer Fantasystreifen vor dem inneren Auge ab. Kaledon schaffen es, mit ihrer Musik die Fantasie anzuregen und komplette Geschichten zu erzählen, die alles beinhalten, was ein Blockbuster so braucht. In „Telepathic Messages“ gibt es übrigens auch einen sehr gelungenen Growlingpart! „Evil Beheaded“ ist die Hinführung zum furiosen Finale des Films … des Albums, natürlich. Hier wird noch mal alles reingelegt, was die Band so drauf hat, bis es dann in „The End of the Undead“ das wirkliche Ende gibt, langsam, getragen, sich steigernd und gediegen endend.

Carnagus: Emperor of the Darkness ist ein feines Konzeptalbum geworden, das an die alten Geschichten und Sagen, die von Kaledon erzählt werden, nahtlos anknüpft. Mit kraftvollen Gitarrenrhythmen wird eine weitere Legende erzählt, die sich wie ein Film im Gehirn festsetzt. Mit starker Stimme und einer soliden Leistung führen Kaledon ihren Weg fort. Ein absolutes Must-Have-Album für Powermetal-Fans und Fantasyliebhaber!

5/5

Kaledon – Carnagus: Emperor of the Darkness
Sleaszy Rider, 2017
CD: 19,99 €

Tracklisting:
Tenebrae venture sunt
The Beginning of the Night
Eyes without Life
The evil Witch
Dark Reality
The two Bailouts
Trapped on the Throne
Telepathic Messages
Evil beheaded
The End of the undead

 

Ein Kommentar

  1. Würde zwar nicht ganz die Höchstwertung vergeben, meine aber auch dass es sich um das bisher beste KALEDON-Album handelt. Der neue Leadsänger ist daran wohl nicht ganz unbeteiligt… man darf wohl gespannt sein auf das, was noch folgt.

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