Buch: Armin Mueller-Stahl – Unterwegs nach Hause – Erinnerungen


Ein Weltbürger auf der Suche nach Heimat. Das Leben des erfolgreichen Schauspielers, Malers und Autors Armin Mueller-Stahl war reich an Aufbrüchen und Abschieden. Aus Ostpreußen floh er mit Mutter und Bruder, die DDR verließ er aus Protest, arbeitete im Westen mit den renommiertesten Regisseuren und ging schließlich nach Hollywood, wo er ebenfalls sehr erfolgreich ist. In diesem Buch nun begibt er sich auf den Weg nach Hause. Heimat jedoch ist für Armin Mueller-Stahl weniger ein Ort, als liebgewordene Menschen, die er um einen imaginären Tisch versammelt und mit denen er redet, streitet und sich versöhnt. (Quelle: Amazon / Klappentext)

Armin Mueller-Stahl ist unbestreitbar einer der großartigsten deutschen Schauspieler, den es bisher gegeben hat. Geboren im Jahr 1930 hat er mit Sicherheit einen unerschöpflichen Vorrat an Geschichten, Begebenheiten und Erinnerungen, die Tausende Leser und Zuhörer in ihren Bann zu schlagen vermögen. Nebenbei ist Mueller-Stahl auch noch als Maler, Musiker und Schriftsteller tätig. Sein Leben besteht aus einem ständigen Wechsel zwischen seiner deutschen und amerikanischen Heimat.
Seine Erinnerungen hat er 1997 in seinem Buch Unterwegs nach Hause – Erinnerungen niedergeschrieben. Erschienen ist das Ganze seinerzeit beim Verlag Marion von Schröder. Da mich der Mime Mueller-Stahl immer schon fasziniert hatte, allein seine Rolle als Taxifahrer im Film Night on Earth von Jim Jarmusch ist einfach nur göttlich, war ich gespannt, welche Erinnerungen er wohl mitzuteilen hatte. Das Buch hat über 200 Seiten und schon nach den ersten 20 bis 30 Seiten war ich verwundert über den Schreibstil. Ein Durcheinander von Geschichten und Ereignissen aus seiner Kindheit bis zur Jetztzeit, teilweise Schwenks zwischen Ostpreußen, DDR und Amerika. Zwanglos aneinander gereiht, ohne einen durchgehenden Faden. Ich hab mich durch das Buch sozusagen hindurch quälen müssen. Einzeln für sich betrachtet lesen sich die kleinen Geschichten vielleicht ganz schön und sind auch definitiv interessant, aber ohne chronologische Gliederung ist die bloße Aneinanderreihung etwas schwierig einzuordnen.

Als Fazit des Buches bleibt die Essenz seiner kleinen Geschichten, dass Armin Mueller-Stahl seine Heimat nicht an einem speziellen Ort festmacht, sondern an vielen Orten, wo seine wirklichen Freunde sind. Sein imaginärer Tisch für die „sechs Freunde“ ist die immer wiederkehrende Basis.

Als Buch, in dieser Form, mit diesem Schreibstil, bekommt es leider nur 1,5 / 5 Punkten.

Als Schauspieler bleibt  er unangefochten bei 5 / 5

Armin Mueller-Stahl – Unterwegs nach Hause. Erinnerungen
Marion von Schröder Verlag, 1997
227 Seiten
Amazon: Unterwegs nach Hause – Erinnerungen

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