Buch: Pierce Nace – Eat them alive


Dyke Mellis möchte Rache an seinen ehemaligen Mitstreitern. Bei einem Betrugsversuch haben diese ihn zum Krüppel gemacht, was er ihnen eines Tages heimzahlen möchte. Nach einem Erdbeben erscheinen gigantische Gottesanbeterinnen auf einer Insel und Dyke sieht die Chance auf Rache gekommen…

Man braucht schon recht starke Nerven, wenn man sich an Pierce Nace heran wagt. Die Geschichte ist denkbar einfach gehalten und trieft vor Blut, Verstümmelungen und fehlender Logik. Natürlich muss man sich auf überdimensionale Mantis einlassen, das ist vollkommen klar, so weit so logisch. Dass diese Insekten jedoch in jeder Beschreibung unterschiedlich dargestellt werden, erschwert die Vorstellung der Viecher, die mal auf ein Hausboot, mal zu zehnt auf einen LKW, mal alleine auf den Beifahrersitz passen. Zwischendurch geht alles recht schnell, hatte sich Nace doch zu Beginn richtig viel Zeit gelassen, um die Entdeckung, Fütterung und Abrichtung der Insekten zu beschreiben. Amüsant wird es dann, wenn Dyke seinen Unterschenkel verliert, zumindest werden die Muskeln durchtrennt und abgekaut, so dass man von ziemlichen Schmerzen ausgehen müsste und ein normales Gehen nicht mehr möglich sein sollte. Zwei Sätze, dass es ein bisschen schmerzt, dann ist von der Verletzung nichts mehr zu lesen. So einfach geht da.

Man muss die Geschichte mit sehr viel Humor lesen. Manchmal wird es langweilig und geradezu nervig. Es istkein Paradebeispiel guter Goreliteratur, aber auf seine Art Kult. Das Ende ist ziemlich vorhersehbar, aber das ist dann auch schon egal. Keine Leseempfehlung, da die angekündigte Brutalität und Gewalt sich auch sehr in Grenzen hält und man doch anderes aus dem Genre gewöhnt ist. Aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

1/5

Pierce Nace – Eat them alive
Festa Verlag, 2019
288 Seiten
Gebunden: 34,99 €

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