Live: Schmidbauer & Kälberer laden ein: Stoppok – Ein Feier-Abend mit weiteren Freunden (Inga Rumpf, Hannes Ringlstetter, Wolfgang Niedecken) – 15.07.2026 – Tollwood München


Meine absolute Lieblingssängerin aller Zeiten ist und bleibt Inga Rumpf. Egal ob mit den City Preachers, mit Frumpy, Atlantis, Rockship oder solo, was es auf Vinyl gibt, will ich in der Sammlung haben. Inga hab ich bereits einige Male live erlebt und kennen gelernt.
Weibchen weiß das, und so fragte sie mich vor zwei Wochen, ob ich nicht aufs Tollwood auf ein Konzert gehen will. Auf meine Frage, wer denn spielt, meinte sie: Schmidbauer und Kälberer, und die haben den Stoppok dabei … und zufällig auch Inga Rumpf, nebst weiteren Gästen.
Als sie mir die Namen vorlas, sagte ich mit Begeisterung zu, denn neben Inga Rumpf und Stoppok waren auch noch Wolfgang Niedecken, der Sänger von BAP, und Hannes Ringlstetter dabei. Den Ringlstetter wollte ich eh mal live sehen, am liebsten mit seiner Band, und erst eine Woche zuvor hatten wir Karten geordert für Ringlstetter und Band nächstes Jahr in München.
Ich hab den Werner Schmidbauer seinerzeit als Moderator von Live aus dem Alabama kennen gelernt und live erlebt und mag den Typen. Auch seine Reihe „aufgspuit“ hab ich mit Begeisterung verschlungen. Sein Kompagnon am Piano war damals Martin Kälberer. Dass Schmidbauer und Kälberer gern hochkarätige Gäste einladen, war also seit damals schon an der Tagesordnung, und an diesem Abend haben die beiden Stefan Stoppok anlässlich seines 70sten Geburtstags im Februar eingeladen. Dass Stoppok einer unserer größten deutschen Songschreiber und Singer- and Songwriter ist, seit 50 Jahren musikalisch unterwegs und an die 30 Alben unters Volk gebracht hat, war mir klar, aber ich konnte bisher nicht so richtig warm werden mit ihm werden. Seine etwas höhere und manchmal nasale Stimme zündet bei mir nicht so ganz. Also Karten geordert, und schon ein paar Tage nach dem grandiosen Konzert der Sex Pistols waren wir wieder in der Musik-Arena auf dem Tollwood Festival.

Die Arena war dieses Mal komplett bestuhlt, und während sonst bis zu 6000 Leute ins Zelt passen, ist bei Bestuhlung bei maximal 3500 Schluß. Rettungswege müssen ja schließlich eingehalten werden.
Bei Ankunft in der Arena war diese schon zu gut 80% gefüllt. Da Konzerte auf dem Tollwood aus Lärmschutzgründen immer pünktlich um 22:00 Uhr beendet sein müssen, ging die Show heute bereits um 19:00 Uhr los.

Pünktlich gingen die Lichter aus, und Schmidbauer & Kälberer fingen an. Zuerst einige Songs alleine bis sich nach ein paar Liedern Stefan Stoppok zu den beiden gesellte. Das Programm wurde aus bekannten Liedern wie „Wie tief kann man sehn“, „Mandela“, „Pfeilgradaus“ oder „Zwischen Twen Tours und Seniorenpass“ bestritten. Martin Kälberer spielt als Multiinstrumentalist unter anderem auf einem Ufo-ähnlichem Instrument namens Hang, und ein Song auf diesem Hang wurde als „Südhang“ betitelt auch dargeboten. Ein Spruch bezüglich des aktuellen Wetters diente als Einleitung zu „Wetterprophet“. Von „Pack mit an“ gibt’s Videos von Stoppok solo als auch mit Schmidbauer zusammen im Netz. Egal ob solo oder in gemeinschaftlichen Projekten gespielt, alle bekannten Nummern wurden von den mittlerweile gut 3000 Leuten laut bejubelt. Bei „La Kompostella“ ließ Stoppok das ganze Zelt laut mitsingen.

Dann wars Zeit für eine circa 20-minütige Pause.

Nach dieser kam der nächste Gast. Der bayerische Kabarettist, Schauspieler, Musiker, Moderator und Buchautor Hannes Ringlstetter kam mit auf die Bühne. Ringlstetter spielte bereits in der Vergangenheit öfter mit Schmidbauer & Kälberer, mit Wolfgang Niedecken oder Stefan Stoppok zusammen. In der deutschen Musik-Szene kennt und schätzt man sich. Als nächster Gast kam Wolfgang Niedecken, Frontmann und Gründer der Kölner Legende BAP. Zusammen wurde unter anderem einer der schönsten Songs von BAP gespielt. Auf dem 1981er Album Für Usszeschnigge! ist nicht nur die BAP-Hymne „Verdamp lang her“ mit drauf, sondern auch das intimere „Jraaduss“, ebenfalls einer der größten Hits für BAP. Und auch wenn der Text in kölscher Mundart gesungen ist, sangen alle begeistert mit. Zeilen wie:
„Bliev do, wo de bess – Halt dich irjendwo fess. Un bliev su wie du woors – Jraaduss“ versteht man in ganz Deutschland.

Als letzten eingeladenen Gast zum Feierabend mit Freunden wurde dann die deutsche Rockstimme, die deutsche Blues- und Soul Röhre Inga Rumpf auf die Bühne gebeten. Auch Inga wurde vom Publikum begeistert empfangen. Sie erzählte, dass sogar die große Tina Turner bei ihrem Comeback bei Inga anfragte wegen eines Rumpf-Songs, den Tina Turner covern wollte. „I wrote a Letter“ war 81 auf dem Reality Album von Inga, und 1983 als B-Seite von Turners weltweiter Comeback-Single „Let’s stay together“. Dieser Song wurde gebracht und auch „2 Cowboys“ aus der Feder von Ringlstetter wurde gespielt, wo jeder eine Strophe in seiner eigenen Mundart sang.

Allerlei weitere bekannte und unbekannte Songs wurden gespielt und machten den Abend zu einem vollen Erfolg. Schade war lediglich, dass Inga Rumpf nur bei drei Songs auf der Bühne stand, und auch Hannes Ringelstetter etwas unterrepräsentiert wurde.
Auf jedem Fall ein toller Feier-Abend mit sehr angenehmen Gästen. Das Publikum war begeistert.

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