„Tief verborgen im Darknet lauert der geheimste und gefährlichste Club, den man sich nur vorstellen kann: die Selbsthilfegruppe für Serienmörder. Wahrlich kein Ort für normale Menschen. Doch als Cyras Schwester von einem Serienkiller ermordet wird und die Ermittlungen ins Stocken geraten, tritt sie dem Club bei, überzeugt davon, dort deren Mörder zu finden. Um sich als eine von ihnen auszugeben, muss Cyra ihre dunkelste Seite hervorbringen und der Preis, den sie dafür zahlt, ist hoch. Möglicherweise zu hoch …“ (Quelle: Amazon)
Was ist das für eine geniale Idee? Selbsthilfegruppen, klar, die kennt man. Alkoholiker, Depressionen, Burnout, Trauergruppen etc., aber eine Selbsthilfegruppe für Serienkiller? Warum eigentlich nicht, schließlich gibt es für alle Gruppierungen einen Austauschwunsch. Saragota Schaefer beginnt aber erstmal damit, dass Cyra ihre Schwester durch ein brutales Verbrechen verloren hat. Die Polizei tappt im Dunkeln und Cyra und die Freunde der verstorbenen Schwester Myra kommen damit nicht klar. Cyra macht sich vor allem Vorwürfe, denn zuletzt hatten sie und ihre Schwester Streit. Durch einen nicht ganz legalen Tipp findet Cyra die Selbsthilfegruppe und fasst den gefährlichen Plan, dort Mitglied zu werden.
Es gibt natürlich Aufnahmeprüfungen, die Cyra vor große Herausforderungen stellen. Dann die nächste Frage: Über was unterhalten sich Serienmörder eigentlich? Über das Wie und Wo, das beste Versteck, die besten Mordmethoden? Nun, das wird nicht verraten, wir wollen die Spannung nicht schmälern.
Schaefer schafft es, dass man das Hörbuch gar nicht mehr stoppen möchte. Das liegt auch daran, dass sie Leser und Hörerinnen mitnimmt in die Gedanken der anderen Gruppenteilnehmer. Das Hörbuch macht das sehr geschickt, indem diese Perspektivenwechsel von anderen Sprechern dargestellt werden. Natalie Mukherjee liest die allgemeine Geschichte aus Cyras Perspektive vor. Je nach Gruppenmitglied sind Benjamin Vinnen, Peter Elter, Florian Schmidtke, Jeremias Koschorz, Hans Henrik Wöhler, Richard Feist an der Reihe. So kann man die einzelnen Erzähler gut voneinander unterscheiden und es bringt auch etwas mehr Spannung und Abwechslung.
Natürlich läuft nicht alles reibungslos für die Protagonistin und ein Plottwist am Ende sorgt nochmal für einen richtigen can’t-stop Moment. Dennoch wird Schaefer nicht unlogisch. Was sie beschreibt, ist schon möglich, vielleicht mal mit einer Portion Glück, aber es ist nicht die unrealistische Darstellung, die ein Buch langweilig macht. Am Ende stellt sich auch die Frage: Ist Cyra auf der richtigen Spur und wird sie den Mörder ihrer Schwester finden?
Absolut empfehlenswert als Buch und als Hörbuch, weil es gut eingelesen ist, Emotionen und Situationen stimmlich gut nachvollziehbar wiedergibt.
5/5
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Saragota Schaefer – Serial Killer Support Group – Diese Selbsthilfegruppe ist tödlich
Random House Audio, 2026
Länge: 10:52 h
Paperback, Blanvalet Verlag, 2026, 352 Seiten, 18 €
