Buch: Marcus Sammet – Aderlass


München hält den Atem an: Ein Serienkiller treibt sein Unwesen und lässt blasse Frauenleichen zurück. Die Kripo findet bald heraus, dass die Leichen keinen Tropfen Blut mehr enthalten, aber am Tatort ist nichts gefunden worden. Außerdem erhält sie Emails von Thomas Mattern, der sich vermeintlich zu den Taten bekennt, doch Mattern selbst weiß nichts davon…

Quer durch München geht die Jagd nach dem Mörder. Wer sich ein bisschen auskennt, weiß ziemlich genau, wo sich was abspielt und kann sich dadurch noch bildlicher vorstellen, was er da liest. Der Leser verfolgt in erster Linie Thomas Mattern, der sich zwischenzeitlich verliebt und auch noch in ganz andere Schwierigkeiten gerät, die mit dem Mörder gar nichts zu tun haben. Fast wie aus dem Lehrbuch ist der Krimi aufgebaut. Es gibt die Hauptgeschichte mit dem Kriminalfall, der alles überdeckt und bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Dann gibt es noch einen Nebenstrang, der auch wieder einen Kriminalfall enthält und in sich geschlossen ist – natürlich hat Mattern auch hier seine Rolle.

Die Geschichte ist einfach, man liest sie schnell und stört sich vielleicht daran, dass manches zu konstruiert abläuft. Man hätte sich mehr Darstellungen des Seelenlebens des Täters zusammen mit Vorgehen und Motivation gewünscht. Zwar folgt man kurz dem Täter, jedoch sind es wirklich kurze Sequenzen, die seine Motivation nicht darlegen und dadurch eher langweilig wirken.

Für eingefleischte Krimifans ist die Sterbe wohl-Reihe eher nichts, für Münchenkenner und Freunde der etwas sanfteren Krimis allerdings ein ganz guter Zeitvertreib.

3/5

Marcus Sammet – Sterbe wohl… Aderlass
Schindler Verlag, 2016
220 Seiten
Taschenbuch: 11,95 €
Amazon

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