Buch: Wilhelm Karkoska – Panik – Das hammerkrasse Tournee-Ende


Joachim Butol, einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands wird kurz vor dem obligatorischen Abschlußkonzert seiner Band in Münster entführt. Die Kripo tappt lange im Dunkeln, bis in einem Wald in der Nähe der Stadt die Lederjacke des Musikers gefunden wird …
Ein Muss für alle Musik- und Krimifans. Faszinierende Einblicke in die Musikszene und die Untiefen der menschlichen Seele. Spannend, packend, überraschend bis zur letzten Seite.  (Quelle:Klappentext Luzifer/Amazon)

Wilhelm Karkoska kennt man bereits von seinen Werken Trennungsblues und der Biographie über Steffi Stephan, dem Bassisten und Mitgründer von Udo Lindenbergs Panikorchester. Wenn man sich mit der deutschen Musik beschäftigt, bleibt es nicht aus, dass man auf das Phänomen Udo Lindenberg stößt. Udo lehnt man ab, oder man liebt ihn – und Karkoska macht da keine Ausnahme. Und so schrieb Karkoska einen Roman über Udo. Lindenberg Bücher gibt es bereits sehr viele, da braucht’s kein neues. Also schrieb Wilhelm Karkoska einen Krimi, in dem Udo eine der Hauptrollen spielt. Nicht als Udo Lindenberg, sondern als Joachim Butol. Der Leser weiß bereits beim Anblick des rot-weißen Buchcovers mit dem markanten Hut drauf, wer dieser ominöse Joachim Butol in Wirklichkeit ist. Auch spricht der Titel Panik Bände.

Die Story ist leicht zu lesen, vom Plot her etwas an Stephen Kings Sie/Misery angelehnt und spannend bis zur letzten Seite. Kommt Butol jetzt frei oder nicht? Überlebt er das Ganze? Man leidet mit den Zurückgelassenen und Butol selber mit. Was tut der Entführer/die Entführerin (?) dem Star als nächstes an? Warum das Ganze? Die Hinweise, die an Management und Polizei gehen, lassen relativ schnell erahnen, wer hinter der Entführung steckt. Willi Karkoska versteht es geschickt, kleine Wortspielereien in die Geschichte einfließen zu lassen, die zwar sofort den Zweck dahinter sehen lassen, aber doch anders sind. Zum Beispiel der Hotelname Excelsior anstelle des Atlantic, den Bandnamen City Promoters anstatt City Preachers, alles kleine Nettigkeiten, die einem, wenn man mit dem lindianischen Universum etwas vertraut ist, ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Für Udo Lindenberg Fans, also alle Lindianer, ist der Roman fast unverzichtbar, aber auch für den Otto-Normalbürger ist Panik ein nett zu lesender Roman, der Spaß macht. Karkoskas unkomplizierte Schreibweise trägt zum Lesevergnügen bei.

4 / 5

Wilhelm Karkoska – Panik; Das hammerkrasse Tournee-Ende
Luzifer Verlag, 2016
400 Seiten
Taschenbuch: 12,99 €
Amazon

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